EU x re:publica in Berlin
Wie kann Europa unabhängiger von US-Tech-Giganten werden? Auf der re:publica diskutierten u.a. die Abgeordneten Alexandra Geese und Axel Voss mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft über Regulierung, Investitionen und digitale Souveränität der EU.
Gleich zum Auftakt der re:publica brachte das WDR-Europaforum unter dem Thema Hard Times, Soft Power –Europas Rolle in der Weltunordnung zahlreiche Debatten auf die Bühne. Die Leiterin des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments in Deutschland, Judit Hercegfalvi, betonte in Ihrer Eröffnungsrede des Forums die Notwendigkeit, die Verteidigungsfähigkeit Europas zu stärken sowie die Bedeutung der Einhaltung von rechtsstaatlichen Prinzipien. Im Gespräch mit Barbara Gessler, Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland und WDR-Intendantin Katrin Vernau sowie mit Moderatorin Sabine Scholt sprach sie darüber, welche Erwartungen die Europäerinnen und Europäer an die EU in der ungeordneten Lage in der Welt haben.

Europas digitale Souveränität im Fokus
Beim re:publica-Panel „Cut me loose: Wie der EU der digitale Befreiungsschlag gelingt“ waren sich wiederum die beiden Europaabgeordneten Alexandra Geese und Axel Voss, die Wissenschaftlerin Julia Pohle sowie der Gründer und CEO von Nextcloud, Frank Karlitschek einig: Nur auf Ebene der Europäischen Union lassen sich die strukturellen Voraussetzungen schaffen, die europäische Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig machen. Moderiert wurde das Gespräch von Daniel Leisegang von netzpolitik.org.

Gleichzeitig wurde aus politischen, wissenschaftlichen und unternehmerischen Perspektiven darüber diskutiert, wie der Weg zu mehr digitaler Souveränität konkret aussehen kann. Im Mittelpunkt standen dabei Fragen nach dem politischen Willen, dem Zusammenspiel von Wettbewerbsschutz und individuellen Freiheitsrechten sowie den praktischen Herausforderungen bei Umsetzung, Finanzierung und langfristigen Förderungen.

Ein Mitschnitt des Panels ist hier verfügbar: Youtube Talk: EU digitaler Befreiungsschlag
Beim anschließenden Meet Up standen beide Abgeordneten in kleinerer Runde Rede und Antwort: Teilnehmende konnten ihre Fragen direkt an die Abgeordneten richten und gemeinsam über Europas digitale Zukunft diskutieren. Netzkompetenz, öffentliche Ausschreibungsverfahren, die Digitalkompetenz von politisch Verantwortlichen und der langfristige EU-Haushalt mit notwendigen Förderschwerpunkten waren dabei nur einige Themen der Debatte.
