LUX-Filmtage Bonn 2026: Europäisches Kino hautnah erleben
Beim LUX-Filmmarathon in Bonn rauchten im Februar nicht nur die Projektoren, sondern auch die Köpfe! Fünf europäische Filme und packende Geschichten füllten die Neue Filmbühne mit lebendigem Austausch. Ein Highlight: der Filmtalk zu Jafar Panahis Goldene-Palme-Preisträger „Ein einfacher Unfall“.

Am 25. und 26. Februar 2026 präsentierten das Europäische Parlament und die EUD Bonn/Rhein-Sieg beim LUX-Filmmarathon fünf herausragende europäische Filme, die das Publikum mit Geschichten über Familie, Identität und gesellschaftliche Herausforderungen fesselten. Über zwei Tage hinweg wurden die Leinwände zum Schauplatz vielfältiger Perspektiven, die zum Nachdenken anregten und den Austausch über europäische Werte in den Mittelpunkt stellten.
Gezeigt wurden CHRISTY von Brendan Canty, SORDA (Deaf) von Eva Libertad, LOVE ME TENDER von Anna Cazenave Cambet, SENTIMENTAL VALUE von Joachim Trier und EIN EINFACHER UNFALL von Jafar Panahi.

Highlight: Filmtalk zu „Ein einfacher Unfall“
Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Filmtalk zu „Ein einfacher Unfall“, in dem MdEP Axel Voss, Moritz Seibert vom Jungen Theater Bonn e.V. und Filmjournalist Florian Koch über zentrale Fragen der Moral, Freiheit und gesellschaftlichen Verantwortung sprachen. Unter der Moderation von Journalist Kai Pfundt entwickelte sich ein lebhafter Austausch, der die künstlerische Kraft des Films mit aktuellen gesellschaftlichen Debatten verband.
Der Film reflektiert die fundamentalen Werte Europas, insbesondere das Recht, ein Leben in Würde zu führen, wie Voss hervorhob. Moritz Seibert betonte zudem die hohe Authentizität des Films, die in jeder Szene spürbar ist. Besonders hervorzuheben ist zudem Panahis präzise Regieführung, die Florian Koch lobte: „Panahi ist nicht nur am Puls der Zeit, sondern setzt das auch filmkünstlerisch stark und mit einer ganz eigenen Handschrift um – und das ist großes Kino.“

Die Diskussion verdeutlichte, wie europäisches Kino nicht nur Geschichten erzählt, sondern auch Debatten anstößt und das Publikum in den Dialog einbindet.

Film-Bewertung
Das Publikum und die Europaabgeordneten bestimmen gemeinsam und gleichgewichtig, wer Gewinner des LUX-Publikumspreises werden soll. Die Abstimmung über die fünf nominierten Filme läuft bis zum 12. April 2026. Bewerten Sie die Filme des LUX-Publikumspreises über diesen Link.
Ausblick: LUX in Dresden
Am 8. März geht es weiter in Dresden: Zum Internationalen Frauentag werden drei LUX-Filme gezeigt, inklusive eines Filmgesprächs mit MdEP Katrin Langensiepen. Anmeldung über den Link.
