LUX zu Weihnachten: 2 Abende, 4 Filme, 1 begeistertes Berlin
Vor Weihnachten haben wir Berlin zum Drehpunkt für LUX-Filme gemacht: Unser Weihnachtsscreening verwandelte zwei Abende zum festlichen Film-Marathon mit vier für den LUX-Publikumspreis nominierten Filmen - plus packendem Filmtalk zu „Love Me Tender“ von Anna Cazenave Cambet.

Am 18. und 19. Dezember 2025 verwandelte sich der Delphi Filmpalast in einen lebendigen Ort des europäischen Films. Über zwei Abende hinweg zeigte das Europäische Parlament vier herausragende LUX-Filme und lud das Berliner Publikum ein, europäische Geschichten, Perspektiven und Werte auf der großen Leinwand zu erleben. Die Atmosphäre war geprägt von Neugier, Offenheit und einem engagierten Austausch mit einem aufmerksamen und begeisterten Publikum.
Das EP zeigte CHRISTY von Brendan Canty, SORDA (Deaf) von Eva Libertad, LOVE ME TENDER von Anna Cazenave Cambet und EIN EINFACHER UNFALL von Jafar Panahi.
Eines der Highlights war das exklusive Preview von „Ein einfacher Unfall“ des ehemaligen Sacharow-Preisträgers Jafar Panahi. Der Film, der erst im Januar 2026 regulär in den deutschen Kinos startet, konnte dank einer Sondervereinbarung bereits vorab gezeigt werden. 300 Gäste durften hierfür zugelassen werden und hatten so die seltene Gelegenheit, den Film bereits vorab zu sehen. Die Resonanz war überwältigend: Nach nur zwei Tagen waren alle verfügbaren Plätze vergeben.

Filmdiskussion zu „Love Me Tender“: Europa beginnt vor Ort
Auch die weiteren Filme des Programms wurden im Delphi Filmpalast mit seinen 650 Plätzen außerordentlich gut angenommen.
So waren engagierte Jugenddelegationen aus Rostock und Magdeburg extra zum LUX-Event angereist. Die Delegationen hatten zudem im Vorfeld die "Erlebnis Europa"-Ausstellung in Berlin und einen Vortrag über die Arbeit des Europäischen Parlaments besucht.
Beim moderierten Filmgespräch des Dramas „Love Me Tender“, das die Geschichte einer Frau erzählt, die darum kämpft, frei zu bleiben und gleichzeitig eine engagierte Mutter zu sein, betonte die Europaabgeordnete Sabrina Repp: „Europa steht für Hoffnung, aber Europa beginnt vor Ort.“
Diskussionsteilnehmerin und Vorständin des CSD Berlin e. V., Carolina Philipps, hob hervor, wie dankbar sie sei für europäische Werte, die im EU-Parlament verteidigt würden. Doch Veränderung fange mit der Zivilgesellschaft an, so auch Philipps.
Gemeinsam mit Notker Schweikhardt, Sprecher der LAG Kultur der Grünen in Berlin, beleuchteten Sabrina Repp und Carolina Philipps den Film aus politischer, gesellschaftlicher und kultureller Perspektive. Europa lebe von der Diversität. Das mache uns stark und resistent, so Schweikhardt. Und er schloss den Filmtalk mit den Worten: Nur europaweit gelinge es, eine faire Verteilung für die Filmschaffenden hinzubekommen. Die Diskussion moderierte die Journalistin Ines Arland.
Fazit: Es waren zwei Abende, die gezeigt haben, wie lebendig, relevant und verbindend europäisches Kino sein kann.

Film-Bewertung
Über die fünf nominierten Filme CHRISTY, SORDA (Deaf), LOVE ME TENDER, SENTIMENTAL VALUE und EIN EINFACHER UNFALL entscheidet das Publikum gemeinsam mit den Europaabgeordneten über den LUX-Publikumspreis 2026. Die Abstimmung läuft bis zum 12. April 2026 – der Gewinner wird am 14. April in Brüssel bekannt gegeben.
Ihre Meinung zählt: Bewerten Sie die Filme des LUX-Publikumspreises über diesen Link.

Alle Fotos copyright: B. Ludewig für das Verbindungsbüro des EP.