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EP.NEWS
Juli 2026
Newsletter des Verbindungsbüros
des Europäischen Parlaments in Deutschland
Handel: Mexiko & mehr

In der Juli-Plenarwoche in Straßburg steht die europäische Handelspolitik im Fokus: Das Europäische Parlament stimmt über die modernisierte Partnerschaft zwischen der EU und Mexiko ab. Das ist Teil einer breiteren Handelsagenda, mit der die EU ihre Wirtschaftsbeziehungen diversifizieren will.

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Fluggastrechte sicher

Angesichts hoher Kerosinpreise hatten die Vertreter der EU-Regierungen lange darauf gedrängt, Fluggesellschaften zu entlasten und die Entschädigungen für Flugreisende bei Verspätungen deutlich zu reduzieren. Doch die Europaabgeordneten konnten sich in den Verhandlungen durchsetzen; die Rechte von Fluggästen bei Annullierungen, Nichtbeförderung und Verspätungen bleiben bestehen.

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Umfrage: EU = Stabilität  

Mehr Menschen als je zuvor sehen in der EU einen Hort der Stabilität in Krisenzeiten, das zeigt sich in der EU-weiten Eurobarometer-Umfrage. Die wirtschaftlichen Sorgen der befragten Menschen nehmen jedoch zu.

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EU-Handelsverträge: So diversifiziert die EU 
Europäische Unternehmen leiden unter den unberechenbaren Zöllen der US-Regierung und der sinkenden Nachfrage aus China. Vor allem deutsche Unternehmen sind abhängig von diesen dominierenden Absatzmärkten, die im Jahr 2025 für rund ein Drittel des EU-Handelsvolumen zuständig waren.
Um die Handelsbeziehungen weiter zu diversifizieren, hat die EU in den letzten Monaten etliche neue Handelsabkommen abgeschlossen oder angestoßen.
Am Mittwoch stimmt das Europäische Parlament über einen wichtigen Baustein dieser Strategie ab: einen neuen Handelsvertrag mit Mexiko. Am Vortag, Dienstag ab 13 Uhr debattieren die Europaabgeordneten das runderneuerte Abkommen.
Neuer Rahmen für die Beziehungen zu Mexiko
Mexiko ist nach Brasilien der zweitgrößte Handelspartner der EU in Lateinamerika. Während aus Brasilien vor allem Rohstoffe und Agrarprodukte bezogen werden, sind im Handel mit Mexiko Industrieerzeugnisse und Elektronik wichtiger.
Das modernisierte Abkommen soll die bisherige Vereinbarung aus dem Jahr 2000 ersetzen. Es umfasst neben Handel und Investitionen auch die politische Zusammenarbeit, Nachhaltigkeit, öffentliche Aufträge, Menschenrechte, demokratische Grundsätze und Rechtsstaatlichkeit.
Nach Abschluss der Verhandlungen wurden das Abkommen und das Interimsabkommen über Handel am 22. Mai 2026 von der EU und Mexiko unterzeichnet. Nun entscheidet das Europäische Parlament über seine Zustimmung für beide Verträge.
Das eigentliche Handelsabkommen muss anschließend in allen nationalen Parlamenten ratifiziert werden. Das Interimsabkommen kann bereits nach der Zustimmung des Europäischen Parlaments und des Rates in Kraft treten. Es betrifft die Handelsteile, die in die ausschließliche Zuständigkeit der EU fallen. Davon sollen mehr als 45.000 EU-Unternehmen profitieren, die nach Mexiko exportieren.
Vorteile für Unternehmen und Landwirtschaft
Das Abkommen soll Zölle abbauen, Verfahren vereinfachen und europäischen Unternehmen den Zugang zum mexikanischen Markt erleichtern. Relevant ist auch der bessere Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen in Mexiko, unter anderem in mehreren Bundesstaaten.
Europäische Landwirte sowie Agrar- und Lebensmittelexporteure sollen ebenfalls profitieren: Mexikanische Zölle auf Produkte wie Käse oder Schweinefleisch können derzeit bis zu 45 Prozent betragen. Mit dem Interimsabkommen würden rund 95 % der hohen mexikanischen Zölle auf Agrarprodukte wegfallen.
Mehr als Handel
Das Abkommen geht über klassische Handelspolitik hinaus. Es enthält verbindliche Bezüge zu demokratischen Grundsätzen, Rechtsstaatlichkeit und grundlegenden Menschenrechten.
Außerdem soll die Zusammenarbeit beim Schutz von Klimaschutz, Zivilgesellschaft und Medienfreiheit gestärkt werden. Auch Korruption, Geldwäsche und organisierte Kriminalität werden als gemeinsame Herausforderungen adressiert.
Lateinamerika: Mercosur-Abkommen in Kraft
Mit Brasilien, dem wichtigsten EU-Handelspartner in Lateinamerika, hat die EU bereits ein neues Abkommen geschlossen. Seit dem 1. Mai wird das Mercosur-Abkommen vorläufig angewendet.
Das Abkommen mit Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay gehört zu den wichtigsten handelspolitischen Vorhaben der EU. Die EU erhält dadurch besseren Zugang zu einem großen lateinamerikanischen Markt und bessere Chancen für den Handel mit Industrieprodukten, Dienstleistungen sowie Agrargütern und Lebensmitteln.
Umstritten bleibt das Vorhaben unter anderem wegen Bedenken europäischer Bauernverbände über verstärkten Wettbewerb. Naturschützer fürchten niedrigere Umweltstandards und Entwaldung.
Indo-Pazifik: Indien, Indonesien und Australien
Auch im Indo-Pazifik treibt die EU ihre Handelsagenda voran. Mit Indien wurden die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen im Januar 2026 abgeschlossen.
Vor einer Abstimmung im Europäischen Parlament arbeiten Übersetzer und Juristen derzeit an den Details des Abkommens mit Indien. Gespräche über Investitionsschutz und geografische Angaben laufen parallel weiter. 
Das Abkommen würde ein Viertel der Weltbevölkerung umfassen und 25% des weltweiten Bruttoinlandsproduktes. Zölle auf über 90 % der EU-Warenexporte nach Indien würden damit abgeschafft oder gesenkt.
Ebenfalls im Fokus der EU-Handelsbemühungen ist Indonesien. Mit rund 288 Millionen Einwohnern ist es das viert bevölkerungsreichste Land der Welt. Unter den Handelspartnern der EU nimmt es aber nur Platz 33 ein.
Ein umfassendes Wirtschaftspartnerschaftsabkommen soll das ändern. Eine politische Einigung darüber wurde bereits im Sommer 2025 abgeschlossen. Ende Juni 2026 legte die EU-Kommission dem Rat Vorschläge zur Unterzeichnung und zum Abschluss vor. Voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2026 erfolgt die Abstimmung im Europäischen Parlament.
Auch mit Australien wurden die Verhandlungen im März 2026 abgeschlossen. Für die EU geht es dabei vor allem um den Zugang zu kritischen Rohstoffen, aber auch einen großen Absatzmarkt.
Die EU-Kommission rechnet damit, dass die EU-Exporte nach Australien durch das Abkommen pro Jahr um rund ein Drittel wachsen werden. Neben dem Freihandelsabkommen hat die EU-Kommission mit Australien auch eine Verteidigungspartnerschaft verhandelt.
Südostasien und Golfregion
Nach langen Jahren des Stillstands nahmen im Januar 2025 auch die Verhandlungen der EU mit Malaysia wieder an Fahrt auf. Weitere Freihandelsverträge werden derzeit unter anderem mit den Philippinen verhandelt sowie mit Thailand.
Diese Gespräche sollen die wirtschaftliche Präsenz der EU in Südostasien stärken und europäischen Unternehmen neue Möglichkeiten bei Investitionen, Industrieprodukten, digitaler Wirtschaft und Lieferketten eröffnen.
Auch mit den Vereinigten Arabischen Emiraten laufen seit 2025 Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen, bei dem unter anderem Investitionen, Energie, Logistik und strategische Lieferketten eine Rolle spielen.
Nächste Schritte
Die Abstimmungen zum EU-Mexiko-Paket sind für Mittwoch, 8. Juli zwischen 12 und 13 Uhr vorgesehen.
Nach einer Zustimmung des Europäischen Parlaments kann der Rat das modernisierte globale Abkommen und das Interimsabkommen formal verabschieden. Das Interimsabkommen kann dann angewendet werden bis das globale Abkommen durch alle EU-Mitgliedstaaten und Mexiko ratifiziert wurde.
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EU-Fluggastrechte: Transparenz & bessere Rechte für Familien 
Nach zähen Verhandlungen haben die Europaabgeordneten einen Rückschritt bei den Rechten von Fluggästen abgewendet. Am 15. Juni einigten sich das Europäische Parlament und der Rat der EU auf eine Aktualisierung der europäischen Fluggastrechte.
Die Reform schafft mehr Klarheit bei bestehenden Ansprüchen und stärkt zugleich die Rechte von Reisenden, etwa durch mehr Preistransparenz, einen im Ticketpreis enthaltenen persönlichen Gegenstand sowie garantierte Sitzplätze für Kinder unter 14 Jahren neben ihrer Begleitperson ohne Zusatzkosten.
Der Minister für Verkehr, Kommunikation und öffentliche Arbeiten der Republik Zypern, unter deren Ratspräsidentschaft die Verhandlungen geführt wurden betont, dass er „stolz darauf ist nach 13-jährigen Verhandlungen eine wegweisende Einigung zur Stärkung der EU-Fluggastrechte erzielt haben”.
Die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, betonte: „Das Europäische Parlament war schon immer ein starker  der Rechte von Fluggästen. Diese Vereinbarung wird die Rechte von Fluggästen in ganz Europa stärken.“
Rechtsunsicherheiten geklärt
Seit 2004 gibt es in der EU umfassende Fluggastrechte, die Reisenden Rechte bei Nichtbeförderung, Verspätung und Annullierungen garantieren.
Tatsächlich hatte die Europäische Kommission bereits 2013 eine Überarbeitung der bestehenden Verordnung vorgeschlagen.
Hintergrund waren zahlreiche Auslegungsfragen und Rechtsunsicherheiten, die in den vergangenen Jahren immer wieder zu Streitigkeiten zwischen Reisenden und Airlines geführt hatten.
In den Verhandlungen hat sich das Europäische Parlament intensiv dafür eingesetzt, das Reisen gerechter und die Abläufe transparenter werden, so Metsola.
Der Verhandlungsführer des Europäischen Parlaments Andrey Novakov (EVP) erklärte: „Das Parlament hat Fluggästen versprochen, dass ihre Rechte geschützt werden. Und heute haben wir dieses Versprechen eingelöst. Wir haben für die Menschen gekämpft, nicht für Statistiken.“
Entschädigungsregeln werden präzisiert
Die bisherigen Rechte von Fluggästen bei Annullierungen, Nichtbeförderung und Verspätungen bleiben bestehen und werden teilweise konkretisiert. So können Fluggäste bei einer Verspätung ab drei Stunden mit einer Entschädigung von bis zu 600 Euro rechnen. Die Höhe der Entschädigung hängt dabei von der Flugdistanz ab.
Auch die Betreuungsleistungen während längerer Wartezeiten werden genauer geregelt. Nach zwei Stunden müssen Airlines Erfrischungen bereitstellen, nach drei Stunden eine Mahlzeit und anschließend alle fünf Stunden weitere Verpflegung (bis zu drei Mahlzeiten pro Tag).
Ist aufgrund der Störung eine Übernachtung erforderlich, müssen Fluggesellschaften die Kosten für bis zu drei Nächte übernehmen.
Alle diese Fälle greifen jedoch nicht bei außergewöhnlichen Umständen, dazu zählen beispielsweise extremes Wetter, Sicherheitsrisiken oder politische Unruhen.
Mehr Transparenz und ausgeweitete Rechte
Neu ist, dass Fluggäste klarer und umfassender über ihre Rechte bei Störungen informiert werden müssen. Fluggesellschaften müssen Fluggäste innerhalb von 96 Stunden nach ihrer Ankunft elektronisch darüber informieren, sollte aufgrund einer Verspätung ein Ausgleichsanspruch vorliegen. Gleichzeitig müssen sie verständlich erklären, wie dieser geltend gemacht werden kann.
Reisende haben zudem bis zu 9 Monate Zeit, um Ansprüche einzureichen - ohne die Pflicht, ein Kundenkonto oder die App der Fluggesellschaft nutzen zu müssen.
Für mehr Preistransparenz müssen Flugpreise künftig bereits zu Beginn des Buchungsvorgangs den zulässigen Handgepäckumfang enthalten. Zudem wird ein persönlicher Gegenstand – etwa ein kleiner Rucksack oder eine Handtasche – grundsätzlich Teil des Ticketpreises sein.
Kinder sitzen kostenfrei neben den Eltern
Weitere Neuerungen: Kinder unter 14 Jahren und Personen mit eingeschränkter Mobilität dürfen ohne Zusatzkosten neben einer Begleitperson sitzen.
Fluggesellschaften dürfen keine Gebühren mehr für kleinere Namenskorrekturen oder für den Ausdruck einer Bordkarte verlangen, wenn der Check-in bereits erfolgt ist.
Bordkarten müssen beim Check-in standardmäßig auch digital bereitgestellt werden – ohne zusätzliche Anfrage oder die Verpflichtung, eine App oder ein Kundenkonto zu nutzen.
Mobilitätshilfen und Assistenzhunde dürfen künftig ohne zusätzliche Versicherung mitgeführt werden. Erbringen Flughäfen die vorgeschriebene Unterstützung nicht, können Betroffene künftig ebenfalls Entschädigungsansprüche geltend machen.
Anwendungsbereich der Fluggastrechte
Die Regeln gelten für Flugreisen innerhalb der EU, auf Flugreisen aus einem Nicht-EU Land in die EU (wenn der Flug von einem EU-Luftfahrtunternehmen durchgeführt) sowie für alle Flügen aus der EU in ein Nicht-EU-Land, unabhängig der Fluggesellschaft.
Wie geht es weiter?
Über die Einigung wird am Dienstagmittag formal im Europäischen Parlament abgestimmt, anschließend muss sie noch im Rat der EU angenommen werden.
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Umfrage: Hohe Erwartungen an die EU 
Wo steht Europa? Und wie schätzen seine Bürgerinnen und Bürger die Zukunft der Union ein? Das Eurobarometer liefert darauf seit Jahrzehnten interessante Antworten und misst die europaweit die Stimmung.
Das Europäische Parlament hat Anfang Juli in Brüssel sein aktuelles Eurobarometer veröffentlicht. Die EU-weite Umfrage zeigt, dass die wirtschaftlichen Sorgen größer werden. Die Befragten schätzen jedoch den Frieden, Schutz und Zusammenarbeit, die eine EU-Mitgliedschaft bietet, ebenso wie die Lebensqualität.
  • Für 75% (Deutschland: 70%, Österreich: 76%) der Befragten ist die EU ein Hort der Stabilität in einer krisenhaften Welt – acht Prozentpunkte mehr als im Herbst 2025 (DE: +4 PP, AT: + 6 PP)
  • 74 % erachten die EU-Mitgliedschaft als Vorteil für ihr Land (DE: 74%, AT: 62%). Dies ist das höchste Ergebnis, das jemals zu dieser Frage verzeichnet wurde, seit sie 1983 erstmals gestellt wurde; ein vergleichbares Ergebnis gab es nur 2025.
  • Für 68% (DE: 64%, AT: 45%) der Befragten sollte die EU beim Schutz der Bevölkerung vor weltweiten Krisen und Sicherheitsrisiken eine größere Rolle spielen
  • 73 % (DE: 58%, AT: 62%) wollen, dass der EU mehr Mittel für die Bewältigung weltweiter Probleme zur Verfügung stehen
Skepsis angesichts der Weltlage nimmt zu
Die jüngsten weltweiten Entwicklungen lassen die Befragten, vor allem in Deutschland, skeptischer in die Zukunft der Welt blicken:
Nur noch 38 % (DE: 29%, AT: 44%) sind in dieser Hinsicht optimistisch. Wesentlich mehr – nämlich 58% (DE: 69%, AT: 50%) – blicken pessimistisch auf die nächsten Monate und Jahre.
Damit ist die Skepsis innerhalb eines halben Jahres um sechs Prozentpunkte gestiegen, in Deutschland gar um zehn Prozentpunkte.
Allgemein schwankt die Stimmung der Befragten zwischen Unsicherheit (EU: 44%, DE: 45%, AT: 43%) und Hoffnung (EU:43 %, DE: 44%, AT: 37%).
EU-Mitgliedschaft als Anker
Angesichts einer Welt im Wandel, in der sich Bündnisse verschieben, wird die EU-Mitgliedschaft von 74 % (DE: 74%, AT: 62%) der Befragten als vorteilhaft angesehen. Damit wird der 2025 verzeichnete Höchstwert eingestellt.
Als zentraler und immer wichtigerer Pluspunkt der Mitgliedschaft wird der Beitrag der EU zu Friedenssicherung und für mehr Sicherheit betrachtet. 40% sehen das EU-weit so, das sind drei Prozentpunkte mehr als im Frühjahr 2025. In Deutschland liegt dieser Wert sogar bei 50% der Befragten.
„In Zeiten globaler Unsicherheit sehen die Europäerinnen und Europäer die Europäische Union zunehmend als Leuchtturm der Stabilität. In einer von Unruhen geprägten Welt ist dieses Vertrauen Europas größter Trumpf. Damit verbunden ist die klare Erwartung, dass wir entschlossen handeln, um unseren Bürgerinnen und Bürgern Sicherheit, Wohlstand und Chancen zu bieten“, sagte die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola.
Hohe Erwartungen an die EU – mehr geopolitische Unabhängigkeit
Um ihre geopolitische Position zu stärken, sollte die EU nach Meinung von 39% (DE: 38%, AT: 32%) der Befragten den Schwerpunkt auf Verteidigung und Sicherheit legen.
Auch Energieunabhängigkeit steht hoch im Kurs: Sie wird von 35% (DE: 41%, AT: 33%) als Priorität genannt – ein Zuwachs um sechs Prozentpunkte (DE: +12 PP, AT: +4 PP) seit Herbst 2025.
Drittwichtigster Schwerpunktbereich zur Stärkung der Stellung der EU in der Welt sind für die Befragten Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaft.
EU-Staaten sollten geschlossener auftreten
Die große Mehrheit der Befragten (EU: 90%, DE: 90%, AT: 86%) wünscht sich, dass die EU-Mitgliedstaaten angesichts der aktuellen Weltlage geschlossener auftreten.
Ebenfalls 90 % (DE: 87%, AT: 87%) möchten, dass sich die EU dafür einsetzt, dass alle Länder das Völkerrecht achten.
Außerdem wollen 73 % (DE: 58%, AT: 62%), dass der EU mehr Mittel für die Bewältigung weltweiter Probleme zur Verfügung stehen.
Gute Lebensqualität, aber Angst vor sinkendem Lebensstandard
Der Schwerpunkt der Eurobarometer-Umfrage vom Frühjahr 2026 lag darauf, wie die Bürgerinnen und Bürger die Lebensqualität in der EU wahrnehmen. Allgemein ergibt sich ein positives Bild: 83 % (DE: 83%, AT: 85%) der Befragten sind mit ihrer Lebensqualität zufrieden. Nur 17 % (DE: 16%, AT: 15%) geben an, nicht zufrieden zu sein.
Fast ein Drittel der Befragten in der EU (29%) erwarten, dass ihr Lebensstandard in den kommenden Jahren sinkt. In Deutschland und Österreich sind diese Werte noch einmal deutlich höher (DE: 38%, AT: 38%).
Mehr Angst vor einem sinkenden Lebensstandard haben nur die Menschen in Frankreich (44 %) und Portugal (39 %).
Top-Thema Inflation: Europäisches Parlament soll dagegen vorgehen
Befragt zu den Prioritäten des Europäischen Parlaments für die Zukunft nannten die Befragten in erster Linie den Bereich „Inflation, steigende Preise und Lebenshaltungskosten“ (EU: 47%, +6 PP, DE: 46%, +9 PP, AT: 52%, + 4 PP).
Es folgen die Bereiche „Wirtschaft und Schaffung von Arbeitsplätzen“ und „Verteidigung und Sicherheit der EU“, die unverändert bei 35 % (DE: 33%, AT: 40%) bzw. 34 % (DE: 43%, AT: 32%) liegen.
Die vollständigen Ergebnisse sind auf der Eurobarometer-Website abrufbar.
Hintergrund
Für die Eurobarometer-Umfrage des Europäischen Parlaments vom Frühjahr 2026 befragte das Meinungsforschungsinstitut Verian vom 9. April bis zum 4. Mai 2026 Bürgerinnen und Bürger in allen 27 EU-Mitgliedstaaten.
Die Umfrage fand in Form persönlicher Interviews statt. In einigen Mitgliedstaaten (Dänemark, Finnland, Malta, Schweden und Zypern) wurden zusätzlich Videointerviews durchgeführt.
Insgesamt wurden 26.421 Interviews geführt. Die EU-Ergebnisse wurden entsprechend der Bevölkerungszahl der einzelnen Länder gewichtet.

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Terminkalender
Ausgewählte Veranstaltungen und Termine der
Plenarwoche im Überblick.
Aus dem Europäischen Parlament:

31. August - 3. September 2026
7. - 10. September 2026
Ausschusssitzungen in Brüssel
14. - 17. September 2026
Plenartagung in Straßburg
Aus dem Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in Deutschland:
Alle Termine mit weiteren Informationen und Links gibt es zu gegebener Zeit auf www.europarl.de
Freitag, 10. Juli 2025, 10:30-12:00 Uhr, Düsseldorf
Gemeinsam handeln zahlt sich aus – Aktuelles zum langfristigen EU-Haushalt 2028-2034 in Düsseldorf

Wofür und wie viel Geld sollte die EU von 2028 bis 2034 ausgeben? Wie ist der Verhandlungsstand beim nächsten langfristigen EU-Haushalt, dem sog. Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) (Multiannual Financial Framework (MFF))? Worin liegen die Chancen und Herausforderungen seiner neuen Struktur? Podiumsdiskussion mit Moritz Körner (EU-Parlament, FDP), Claudius Schmidt-Faber (EU-Kommission) und Bürgerinnen und Bürgern aus Nordrhein-Westfalen.

Details und Anmeldung

Mittwoch, 15. Juli 2026, 14:15 - 17:00 Uhr, Europäisches Haus, Unter den Linden 78, Berlin
Play the role of a Member of the European Parliament & share your dreams for the future of Europe!

All are welcome! No prior experience required! This event is organised jointly by the European Parliament Liaison Office in Germany and Mrijetwortsi | The DreamForgers e.V. (the Ukrainian Initiative for TTRPGs (tabletop role-playing games) in Germany).

Details and registration here

Donnerstag, 16. Juli 2026, 14-16 Uhr im Europäischen Haus, Unter den Linden 78, Berlin
Podiumsdiskussion: Gelingt die Reform der EU-Asyl- und Migrationspolitik (GEAS)?

Seit Mitte Juni 2026 greifen alle Teile des EU-Paktes für Asyl und Migration und auch für die Rückführung von Menschen ohne Aufenthaltsrecht liegt nun ein Kompromiss vor. Zeit für eine Bestandsaufnahme mit den deutschen Europaabgeordneten und Migrationsexpertinnen Birgit Sippel und Lena Düpont.

Anmeldung erforderlich

Dienstag, 28. Juli 2026, 17:00–18:00 Uhr, Stadtbücherei Augsburg
Europe after work: Migration, NATO, Nahost – ein spanischer Sonderweg?

Nicht nur in seiner Kritik am Iran-Krieg der Trump-Regierung hat sich der spanische Premierminister Sanchez als einer der streitbarsten europäischen Spitzenpolitiker etabliert. Prof. Dr. Kraus vom Lehrstuhl für Politikwissenschaft an der Universität Augsburg diskutiert die Außenpolitik Spaniens mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Veranstalter sind Europe Direct Augsburg, die Stadtbücherei Augsburg und das Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in München

Keine Anmeldung erforderlich

Freitag, 31. Juli, online, Bewerbungsschluss
Schutz der Medienfreiheit: Bewerbungen für den Journalismus-Preis des Europäischen Parlaments sind bis Ende Juli möglich

Das Europäische Parlament verleiht den Daphne-Caruana-Galizia-Preis für Journalismus in diesem Jahr zum sechsten Mal, die Bewerbungsphase startete Anfang Mai. Der Preis steht allen professionellen Journalistinnen und Journalisten sowie Journalistenteams offen – die Staatsangehörigkeit spielt dabei keine Rolle. Eingereicht werden können journalistische Beiträge, die von Medien in einem der 27 EU-Staaten veröffentlicht oder ausgestrahlt wurden. Der Preis wirft ein Schlaglicht darauf, wie wichtig professioneller Journalismus ist, um Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte zu sichern.

Details und Anmeldung bis Ende Juli 2026

Montag, 4. August bis Donnerstag, 6. August, Passau
EU Sommerakademie 2026 (16 bis 30 Jahre)

In einer Zeit tiefgreifender globaler Veränderungen wird mehr denn je deutlich, wie wichtig es ist, über Europa zu sprechen, Wissen zu teilen und gemeinsam unsere Demokratie zu stärken. Um an neuen EU-Projekten zu arbeiten und bestehende Netzwerke zu vertiefen, laden die Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments in Deutschland und Österreich zur EU-Sommerakademie 2025 ein.

Mittwoch, 16. September 2026, 9 - 13 Uhr, Europäisches Haus, Unter den Linden 78, Berlin
Livestream und Paneldebatte: Rede zur Lage der EU

Verfolgen Sie mit uns den Livestream zur SOTEU-Reder der Kommissionspräsidentin Ursula von der leyen aus Straßburg und diskutieren Sie anschließender mit Politik-Expertinnen und Experten aus Berlin über die EU-Herausforderungen der kommenden Monate. Im Anschluss bleibt Zeit für ein Get together mit Imbiss.

Anmeldung ab August hier möglich

ERLEBNIS EUROPA am Brandenburger Tor ist täglich zwischen
1‌0‌:‌0‌0‌ ‌u‌n‌d‌ ‌1‌8‌:‌0‌0‌ ‌U‌h‌r‌ geöffnet!

Die multimediale Ausstellung im Europäischen Haus ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Kommen Sie vorbei und lernen Sie Europa auf eine völlig neue Art und Weise kennen.

In der Ausstellung erfahren Sie, wie europäische Politik gestaltet wird und wie Sie selbst aktiv werden können. Und das in 24 europäischen Sprachen! Im 360°-Kino können Sie eine Plenarsitzung des Europäischen Parlaments miterleben.

Der Eintritt ist frei. 

ERLEBNIS EUROPA - Die Ausstellung im Europäischen Haus Berlin
Am Brandenburger Tor, U‌n‌t‌e‌r‌ ‌d‌e‌n‌ ‌L‌i‌n‌d‌e‌n‌ ‌7‌8‌,‌ ‌1‌0‌1‌1‌7‌ ‌B‌e‌r‌l‌i‌n‌

Tel: +‌4‌9‌ ‌3‌0‌ ‌2‌2‌8‌0‌ ‌2‌9‌0‌0‌ , frage@erlebnis-europa.eu, www.erlebnis-europa.eu

Kontakt &
Impressum
Pressedienst in Berlin, Deutschland
Thilo Kunzemann, Pressereferent
Telefon: +‌4‌9‌(‌0‌)‌3‌0‌ ‌2‌2‌8‌0‌ ‌1‌0‌3‌0‌
Philipp Bauer, Pressereferent
Telefon: +‌4‌9‌(‌0‌)‌3‌0‌ ‌2‌2‌8‌0‌ ‌1‌0‌2‌5‌
» p‌r‌e‌s‌s‌e‌-‌b‌e‌r‌l‌i‌n‌@‌e‌p‌.‌e‌u‌r‌o‌p‌a‌.‌e‌u
Pressedienst in Brüssel & Straßburg
Andreas Kleiner, Pressereferent
Telefon: +‌3‌2‌ ‌2‌2‌8‌ ‌32266 (Brüssel)
» p‌r‌e‌s‌s‌e‌-‌D‌E‌@‌e‌u‌r‌o‌p‌a‌r‌l‌.‌e‌u‌r‌o‌p‌a‌.‌e‌u‌
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